Gemeinsam für unsere Hebammen

Heute wollen wir auf ein sehr wichtiges und dringliches Thema aufmerksam machen: der aktuelle Stand des Hebammenberufes.
 
Wir wollen diesen Beitrag außerdem nutzen, um auf die Aktion „Gemeinsam für Hebammen“ zu verweisen und diese zu unterstützen.
 
Dass es aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen einen allgemeinen Hebammenmangel in Deutschland gibt, ist schon lange kein Geheimnis mehr, viel geändert hat sich aber nicht. Immer mehr Hebammen verschaffen sich über die sozialen Netzwerke oder auf ihren persönlichen Websites und Blogs eine größere Reichweite, um auf sich, ihren Beruf und ihren Alltag als Hebamme aufmerksam zu machen. Neben der Geburt an sich begleiten manche Hebammen die werdenden Mütter auch in der Zeit der Schwangerschaft. Sie führen z.B. Vorsorgeuntersuchungen durch, bieten Geburtsvorbereitungskurse an oder sind eine mentale Unterstützung für beide Elternteile. Damit ist es aber noch lange nicht getan. Auch nach der Geburt des Kindes begleiten und unterstützen sie die frisch gewordenen Eltern: Sie helfen der neuen Mama beim Stillen und betreuen sie während des Wochenbetts. Sie kontrollieren den Heilungsprozess von Geburtsverletzungen, stehen bei Fragen zur Verfügung und helfen den Eltern bei sämtlichen Anliegen die mit dem Baby zu tun haben.
 
Viele Hebammen stehen voller Leidenschaft hinter ihrem Beruf, jedoch bringt er - wie so oft in der Pflege - eine Schattenseite mit sich: die oftmals schlechte Vergütung, vor allem während der Wochenbettbetreuung. Viele Hebammen bieten deswegen auch keine Nachsorge mehr an.
Um auf die schlechte Vergütung und den damit einhergehenden allgemeinen Hebammenmangel in Deutschland beim GKV-Spitzenverband (Bund der Krankenkassen) aufmerksam zu machen und um sich Gehör zu verschaffen, haben die Hebammen Janine Krupp (auf Instagram unter @hebamme.janine zu finden) und Maren (@zaubertgut) die Aktion “Gemeinsam für Hebammen” gestartet. Auch die (Lillydoo-)Hebamme Sissi Rasche (@hebammesissirasche) hat sich für diese Aktion lautstark eingesetzt. Janine und Maren haben gemeinsam einen vorgefertigten Brief verfasst, der die schlechte Vergütung, vor allem während des Wochenbetts und die deutlich geringe Pandemiepauschale, thematisiert. Sie rufen nun dazu auf, diesen Vordruck zahlreich an den GKV-Spitzenverband per E-Mail oder per Post zu schicken.
 
Da uns das Thema sehr am Herzen liegt, möchten auch wir die Aktion “Gemeinsam für Hebammen” unterstützen und all unsere Leser*innen bitten sich mit uns für den Hebammenberuf einzusetzen, damit keine Mama alleine – ohne Hebamme – durch die Schwangerschaft und das Wochenbett gehen muss. Das funktioniert nur, wenn Hebammen angemessen bezahlt werden. Die Leidenschaft mit denen Hebammen ihren Beruf ausüben, reicht nicht aus. Sie müssen anständig vergütet werden, vor allem für die Unterstützung im Wochenbett - denn diese ist unabdingbar.
 
Wenn du die Aktion unterstützen möchtest, schaue gerne auf https://gemachtwiegedacht.com/2021/01/11/gemeinsam-fur-hebammen/ vorbei und unterstütze Hebammen, indem du den vorgefertigten Brief an den GKV-Spitzenverband sendest.
Gemeinsam setzen wir uns für Hebammen ein! Tu es für dich, deine Töchter, Enkelinnen & jede nachfolgende Generation. Denn ein Wochenbett ohne Hebammenbetreuung wünschen wir wirklich niemandem!

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